exist Forschungstransfer

Von der Spitzenforschung zum DeepTech-Unternehmen

Du arbeitest gemeinsam mit deinem Team an einer forschungsbasierten Technologie mit hohem Innovationspotenzial? Der exist Forschungstransfer unterstützt besonders anspruchsvolle DeepTech-Gründungsvorhaben dabei, wissenschaftliche Ergebnisse in marktfähige Unternehmen zu überführen.

Gefördert werden technologieorientierte Startup-Projekte aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deren Entwicklung mit hohem technischem Risiko und aufwendiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit verbunden ist.

Das Programm begleitet euch dabei, die Technologie weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Gründung vorzubereiten: mit Finanzierung, fachlichem Mentoring, Startup-Coaching, Unterstützung durch Gründungsnetzwerke und Zugang zu relevanten Partnern im Startup-Ökosystem.

So unterstützt exist euch dabei, Forschung in skalierbare Unternehmen zu überführen – From Science to Business.

Passt exist Forschungstransfer zu eurem Vorhaben?

Für forschungsintensive DeepTech- und Hightech-Gründungen

exist Forschungstransfer richtet sich an forschungsintensive Startup-Projekte mit hohem Innovationsgehalt, großem Marktpotenzial und einem klar erkennbaren Problemlösungspotenzial.

Besonders relevant ist das Programm für Vorhaben, die gesellschaftliche, industrielle oder ökologische Herausforderungen mit wissenschaftlich fundierten technologischen Lösungen adressieren und realistische wirtschaftliche Erfolgsaussichten erkennen lassen.

Euer Vorhaben passt, wenn:

  • eure Technologie auf wissenschaftlichen Vorarbeiten basiert
  • euer Projekt technisch anspruchsvoll und risikoreich ist
  • ihr ein klares Alleinstellungsmerkmal gegenüber bestehenden Lösungen habt
  • ein relevanter Markt und klare Kundennutzen erkennbar sind
  • euer Team wissenschaftliche und unternehmerische Kompetenzen verbindet
  • euer Geschäftsmodell langfristiges Wachstum und Skalierung ermöglicht

Formale Grundvoraussetzungen

Für eine Förderung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören:

  • Das Vorhaben ist an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland angesiedelt.
  • Es liegen wissenschaftliche Vorarbeiten vor.
  • Die grundsätzliche Funktionsfähigkeit der Technologie ist bereits nachvollziehbar gezeigt.
  • Das Gründungsteam bringt die notwendigen fachlichen, wissenschaftlichen und unternehmerischen Kompetenzen mit.
  • Die Unternehmensgründung darf in Förderphase I noch nicht erfolgt sein.

Die Antragstellung erfolgt über die Hochschule oder Forschungseinrichtung. Deshalb solltet ihr frühzeitig Kontakt mit eurem Gründungsnetzwerk oder eurer Transferstelle aufnehmen.

Welche Themen und Technologien passen?

Themen- und Technologieoffenheit

exist Forschungstransfer ist themen- und technologieoffen. Entscheidend sind nicht Branche oder Technologiefeld, sondern Innovationsgehalt, Entwicklungsrisiko, wissenschaftliche Grundlage und wirtschaftliches Potenzial.

Beispiele für passende Technologiefelder sind:

  • KI, Data Science und Machine Learning
  • Robotik und Automatisierung
  • Life Sciences, MedTech und HealthTech
  • GreenTech, ClimateTech und Energie
  • Quantentechnologien, Photonik und Mikroelektronik
  • Advanced Materials und andere industrielle Technologien

Die zwei Förderphasen

Von angewandter Forschung zur Unternehmensgründung

exist Forschungstransfer besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Förderphasen.

Förderphase I

In Förderphase I unterstützt exist euch bei der technologischen Weiterentwicklung und der Vorbereitung der Unternehmensgründung. Beide Ziele laufen parallel: Ihr arbeitet an der Technologie, am Geschäftsmodell und an den nächsten Schritten Richtung Markt.

Im Mittelpunkt stehen insbesondere:

  • Weiterentwicklung der Technologie
  • Entwicklung marktnaher Prototypen
  • Nachweis der Funktionsfähigkeit unter praxisnahen Bedingungen
  • Marktforschung und Kundinnen- und Kundenfeedback
  • Geschäftsmodellentwicklung
  • Akquise von Pilotkundinnen und Pilotkunden
  • Vorbereitung der Investorenansprache
  • Vorbereitung der Unternehmensgründung

Ziel ist es, die technologische und unternehmerische Grundlage für eine tragfähige Gründung zu schaffen.

Förderphase II

Förderphase II ist die Anschlussphase für junge technologieorientierte Unternehmen, die aus Förderphase I hervorgegangen sind.

Sie unterstützt das gegründete Unternehmen dabei, die in Förderphase I erreichten Ergebnisse weiterzuentwickeln, die Unternehmensentwicklung voranzubringen und die Anschlussfähigkeit an Markt, Finanzierung und Skalierung zu stärken.

Ein direkter Einstieg in Förderphase II ohne vorherige Förderphase I ist grundsätzlich nicht möglich.

Hinweis für KI-Vorhaben
Im Rahmen eines Modellprojekts kann für besonders innovative KI-basierte Vorhaben aus dem exist Gründungsstipendium in Einzelfällen ein Zugang zu Förderphase II möglich sein. Dafür gelten besondere Voraussetzungen. Unter anderem muss KI ein zentraler und konstitutiver Bestandteil des Geschäftsmodells sein und ein spezifisches Problem besonders innovativ lösen.

Was wird gefördert?

Unterstützung für anspruchsvolle Technologieentwicklung und Gründungsvorbereitung

exist Forschungstransfer unterstützt Vorhaben mit hohem technologischem Anspruch, komplexen Entwicklungsaufgaben und längeren Entwicklungszyklen.

Gefördert wird die Arbeit an den zentralen Entwicklungsschritten auf dem Weg zur Gründung. Dazu gehören insbesondere:

  • die Weiterentwicklung der Technologie
  • die Entwicklung und Erprobung marktnaher Prototypen
  • die Vorbereitung des Proof of Concept
  • die Klärung von Schutzrechten und IP-Strategie
  • die Marktforschung und Validierung von Kundennutzen
  • die Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells
  • die Vorbereitung von Pilotprojekten
  • die Vorbereitung von Anschlussfinanzierungen
  • die Qualifizierung des Teams für die Unternehmensgründung

Ziel ist es, aus einer wissenschaftlich fundierten Technologie ein tragfähiges, wirtschaftlich anschlussfähiges Startup-Vorhaben zu entwickeln.

Wie hoch ist die Förderung für technologieorientierte Startup-Projekte?

Förderphase I

In Förderphase I können unter anderem gefördert werden:

  • Gehälter für bis zu vier Vollzeitäquivalente im Projektteam
  • davon in der Regel bis zu drei wissenschaftliche Vollzeitäquivalente und ein Vollzeitäquivalent mit betriebswirtschaftlicher oder unternehmerischer Kompetenz
  • studentische Hilfskräfte
  • projektbezogene Sachausgaben
  • Aufträge an Dritte
  • Hardware, Software, Verbrauchsmaterialien und Reisekosten
  • Kosten für Schutzrechte
  • unternehmerisches Coaching

Die Sachausgaben können in der Regel bis zu 250.000 Euro betragen. Für besonders aufwendige Vorhaben kann dieser Rahmen in gut begründeten Fällen überschritten werden.

Die Förderdauer beträgt in der Regel bis zu 18 Monate. Für besonders anspruchsvolle Entwicklungsvorhaben kann eine Laufzeit von bis zu 36 Monaten beantragt werden.

Förderphase II

In Förderphase II können junge technologieorientierte Unternehmen eine Förderung von bis zu 180.000 Euro erhalten. Die maximalen förderfähigen Gesamtkosten betragen 240.000 Euro; die Förderquote liegt bei bis zu 75 Prozent.

Das Unternehmen muss einen Eigenanteil aufbringen. Die genauen Anforderungen werden im Rahmen der Antragstellung geprüft.

Welche Entwicklungsreife sollte euer Vorhaben haben?

Vom Proof of Principle zum Proof of Concept

exist Forschungstransfer richtet sich nicht an Vorhaben, die noch ganz am Anfang der Forschung stehen. Für eine Antragstellung sollte bereits ein Proof of Principle vorliegen.

Das bedeutet: Die grundsätzliche technische Machbarkeit wurde bereits nachvollziehbar gezeigt, zum Beispiel durch Laborergebnisse, experimentelle Nachweise oder einen Funktionsdemonstrator.

Die Technologie sollte bereits so weit entwickelt sein, dass innerhalb der Projektlaufzeit marktnähere Prototypen und ein belastbarer Proof of Concept erreichbar sind.

Die reine Validierung von Forschungsergebnissen oder allgemeine Machbarkeitsuntersuchungen sind nicht Gegenstand von exist Forschungstransfer.

Coaching und Mentoring

Unterstützung durch erfahrene Expertinnen und Experten

Teams im exist Forschungstransfer werden intensiv begleitet.

Dazu gehören:

  • fachliches Mentoring
  • Startup- und Gründungscoaching
  • Unterstützung durch Gründungsnetzwerke
  • Austausch mit anderen DeepTech-Teams
  • Zugang zu relevanten Partnern im Startup- und Innovationsumfeld
  • Vernetzungs- und Informationsformate während der Förderung

So verbindet exist Finanzierung mit fachlicher, unternehmerischer und strategischer Unterstützung.

Fördermittelgeber

Wer steckt hinter exist Forschungstransfer?

Der exist Forschungstransfer ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Der ESF gehört zu den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds. Nähere Informationen dazu unter https://www.esf.de/.

Ziel von exist ist es, mehr innovative Gründungen aus Wissenschaft und Forschung in Deutschland zu ermöglichen und nachhaltige Startup-Ökosysteme an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu stärken.

Die Anträge werden über Hochschulen und Forschungseinrichtungen eingereicht und durch den Projektträger Jülich (PtJ) betreut.

Warum exist Forschungstransfer?

DeepTech-Innovationen mit Wachstumspotenzial

exist Forschungstransfer unterstützt besonders innovative DeepTech- und Hightech-Vorhaben mit hohem technologischem Anspruch.

Projekte, die eine Förderung erhalten, sind wissenschaftlich fundiert, besitzen ein hohes Innovationspotential, haben eine anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet und adressieren relevante Marktpotentiale.

Ziel der Förderung ist es, die technologische und unternehmerische Anschlussfähigkeit für weitere Finanzierungen, industrielle Partnerschaften und Wachstum zu schaffen.

Die exist Förderung ist damit ein Qualitätssiegel für wissenschaftsbasierte DeepTech- Startups mit hohem Innovationspotenzial.

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